Von Scott McCook / www.asiaboatrag.net
Bis zum heutigen Tage haben die Berichte über die tödliche Flut infolge moderner Telekommunikation jeden Winkel der Welt erreicht. Aus den letzten Berichten geht hervor, dass alle Boote, die der Welle zum Opfer fielen, entweder in Yachthäfen gelegen haben (insbesondere in den Marinas Telaga und Reebak in Langkawi/Malaysia) oder im flachen Wasser ankerten.
Der Royal Langkawi Yacht Club erlitt lediglich geringfügigen Schaden an den Schwimmstegen und ist somit voll funktionstüchtig. Die Marinas Telaga und Reebak sind geschlossen, und obwohl das Winterlager von Reebak so gut wie keine Schäden aufweist sind die Wasserliegeplätze total zerstört. Trotz sieben gesunkener Boote und total zerstörter Anleger ist zu erwarten, dass der Hauptbetreiber von Telaga Harbour, Petronas, den wundervollen Hafen zügig wieder in seiner alten Pracht aufbauen wird.
Glücklicherweise liegen die Yachthäfen in Phuket alle an der Ostküste der Insel. So waren trotz eines gestiegenen Wasserstandes in den einzelnen Hafenbecken lediglich Schäden an ein paar Schwimmstegen zu verzeichnen. Die bevorzugte Reede für Sportboote in Phuket ist Ao Chalong an der südlichen Inselspitze. Obwohl die Bucht von den Wellen heimgesucht wurde, waren nur wenige Boote beschädigt, die im flachen Wasser ankerten. Boote, die in tieferen Gewässer Anker geworfen hatten, erlebten lediglich eine starke Dünung.
Bekannte, die sich in einem der am stärksten betroffenen Gebiete in Phuket - Kata Beach - mit ihrem Boot aufhielten, erzählten, dass sie auf 15 Meter Tiefe, also in einiger Entfernung vom Strand, ankerten. Eine Viertelstunde, bevor die Welle den Strand traf, fiel der Wasserstand um fünf Meter. Hätte sie in einer Tiefe von lediglich fünf Metern geankert, wären sie mit ihrem Boot trockengefallen, was bei Auftreffen der Welle fatale Folgen gehabe hätte.
Die große Anzahl an menschlichen Opfern ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass viele mit ablaufendem Wasser ins Meer hinausgezogen wurden. Es wird berichtet, dass in den Gewässer um Phuket und Langkawi viele Wrackteile schwimmen, und die dortige Schiffahrt wird gebeten, mit Umsicht zu navigieren.
Freiwillige Helfer sind damit beschäftigt, die Folgen des dramatischen Unglücks zu beseitigen und sie haben damit mehr als genug zu tun. Aber wie schlimm die Situation in den betroffenen Gebieten auch sein mag, die Menschen dort wollen fortfahren, ein normales Leben zu leben. Es kommen immer noch Sportboote in das Gebiet und diese fahren auch immer noch die Küste hoch. Tausende von Kilometern der Küste sind nicht von der Katastrophe betroffen.
Am 8. Januar erreichte uns ein Bericht des Leiters von Yachtpro, Rob Williams, dessen Firma in Phuket Town (siehe: www.sailing-thailand.com) ansässig ist. Rob schrieb:
Am Samstag wagten wir einen ersten Vorstoß in das Segelrevier um Phuket.
Phi Phi Inseln
Das Dorf auf Tonsai ist verwüstet. Wir hatten zunächst vor, an Land zu gehen, gaben diesen Plan aber auf, da er in Anbetracht der Situation sinnlos erschien. Der Wiederaufbau wird stattfinden, allerdings wird dies seine Zeit brauchen.
Die anderen Strände und Buchten sind nicht betroffen.
Es sieht so aus, als wären alle anderen touristischen Einrichtungen außerhalb des Strandes von Tonsai funktionsfähig.
Phra Nang - Krabi
Hier scheint die Welle ebenfalls gewütet zu haben, das Gebiet wurde jedoch bis auf einige Boote am Strand bereits aufgeräumt.
Relai - Krabi
Hier scheint ebenfalls alles funktionstüchtig, mit Ausnahme einiger kleiner Schäden. Die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen. Ein Einheimischer berichtete, dass zwei Boote zu Schaden kamen, menschliche Opfer jedoch glücklicherweise nicht zu beklagen seien. Wir konnten in einem der Restaurants am Strand zu Mittag essen.
Ao Nang - Krabi
Der Hauptteil von Ao Nang erlitt durch eine meerseitige Schutzmauer geringen Schaden. Im Norden gab es stärkere Beschädigungen, aber die Aufräumarbeiten sind auch hier abgeschlossen.
Koh Hong - Krabi
Hier liegen immer noch einige Boote zwischen den Bäumen und das Restaurant ist eine Ruine, aber Menschen zelten an diesem Ort und der Strand ist aufgeräumt.
Wenn auch vielerorts die Welle das Land hochgradig angegriffen hat, so sind die Aufräumarbeiten abgeschlossen und das Leben geht seinen gewohnten Gang.
Wenn Sie in den nächsten Monaten einen Segeltörn in dieser Region geplant hatten, so sollten Sie diesen auf gar keinen Fall verschieben.
Relai Beach ist zu dieser Jahreszeit normalerweise überlaufen. In der Mittagszeit gab es jetzt mehr Kellner als Gäste und der Strand war ziemlich leer. Über alle Dankbarkeit für die Spenden hinaus appelliert eine Website aus Phuket an die ausländischen Völker, jetzt nicht weg zu bleiben:
Viele Touristen, die Verletzungen und Verlusten entgingen und deren Unterkunft intakt geblieben ist, haben sich entschieden, zu bleiben. Von Tag zu Tag sind mehr von Ihnen beim Schwimmen, Sonnen, Essengehen oder in den Bars anzutreffen - und dabei, das Beste aus Ihrem Urlaub zu machen. Große Teile der Vergnügungsmeile am Strand von Patong sind gereinigt und startklar für den Silvesterabend.
Noch stehen die Stornierungen erst bevor. Stornierungen des Tourismus-Umsatzes, den die einheimischen Familien so dringend benötigen, um ihr Leben und ihre Geschäfte neu zu beginnen. Zwar ist es verständlich, dass einige es vorziehen ihren Urlaub in Thailand nicht fortzusetzen, aber im Namen all derer, die ihren Lebensunterhalt mit dem Tourismus bestreiten, bitten wir um einen Moment Nachdenklichkeit...
...überprüfen Sie zunächst den Zustand Ihres Hotels und des Strands hier und in den anderen betroffenen Gegenden, bevor Sie eine Entscheidung treffen!
Die Thais genießen für ihre Gastfreundschaft und ihre Herzlichkeit gegenüber Gästen einen sehr guten Ruf. In der gegenwärtigen Situation wird der Empfang noch herzlicher und freundschaftlicher sein für jene, die sich entscheiden, ihre Reisepläne nicht zu beenden. Scott McCook ist Betreiber von www.asiaboatrag.net, einer Website über Fahrtensegeln in Südost-Asien, die umfangreiche Revierinformationen bietet.
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Online-Logbücher - Andamanisches Meer
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