Der Seegang wird höher und die Wellen beginnen zu brechen. Um ehrlich zu sein, habe ich das erste Mal Angst: Solche Bedingungen sind für mich neu. Aber dann sage ich mir, dass der Skipper wohl kaum einem Süßwassermatrosen wie mir das Ruder überlassen würde, wenn eine erste Gefahr bestünde. Ich kann das Boot gut auf Kurs halten und nach einer Weile macht es sogar Spaß.
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Ihren Namen hat sich Belle-Ile-en-Mer, die schöne Insel vor der Südküste der Bretagne, wahrhaftig verdient. Schroffe Felsenküste, mit der es dem offenen Atlantik trotzt, rahmt das Eiland ein. Ununterbrochen schickt der Ozean seine Wellen in die unzähligen Ecken und Winkel des Gesteins und höhlt sie stetig weiter aus. Das Tosen der Atlantikbrandung und die aufschäumende Gischt sind Wahrzeichen der Belle Ile.
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Eigentlich wollte ich immer schon einmal Transatlantik segeln, dachte aber mehr an die klassische Route von Ost nach West, und hatte diesen Plan aufgehoben für später, wenn die Kinder endgültig erwachsen sind. Aber dies hier wären ja nur zwei Wochen und eigentlich die spannendere Variante, nämlich nicht mit Rückenwind, sondern eher ein Kreuzkurs am Wind. Gut 1.100 Seemeilen, über eine Woche in der Weite des Atlantiks.
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Wir segeln per Kojencharter von Cork am Atlantik nach Dublin an der Irischen See - ganz ohne Sturm, vor dem uns unzählige Pessimisten zu Hause gewarnt hatten. Stattdessen sehen wir viele Wale - und viele Irish Pubs. Richtig gefährlich ist es eigentlich nur an Land: Denn auf der Insel herrscht Linksverkehr. Aber das Revier ist dennoch anspruchsvoll und unser Skipper lehrt uns einiges.
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Unser Törn von der Isle of Man bis in die Nähe der schottischen Metropole Glasgow bietet alles, was man von der Region erwartet: ein anspruchsvolles und schönes Gezeitenrevier mit der Romantik mittelalterlicher Schlösser und Schmuggler-Legenden. Die Route ist für Kulinarier besonders geeignet: Hummer und Single Malt Whisky sind hier zu Hause.
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Mindelo: kulturelles Zentrum der Kapverdischen Inseln
Der kleine Inselstaat im mittleren Atlantik liegt nur eine gute Flugstunde südlich der Kanaren, aber bereits näher an Brasilien als an Europa. Nach 500 Jahren portugiesischer Herrschaft sind die Kapverden erst gut dreißig Jahre unabhängig. Ein Bericht über einen Törn mit einem Großsegler - durch ein afrikanisches Land, seine kolonialistische, von der Seefahrt und Sklaverei bestimmte Geschichte und über den Rum.
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Montenegro: Historische Eindrücke im jüngsten Staat der Erde
Montenegro, der derzeit jüngste Staat der Erde, ist erst seit Juni 2006 unabhängig. Das Land, das kleiner als Thüringen ist, zeigt vielfältige Kontraste: vier verschiedene Klimazonen und einen der schönsten Fjorde Europas - die Boka Kotorska. Wir starten unsere Entdeckungstour entlang der Küste in der alten Stadt Kotor.
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"Brauche dich vom 6. bis 10.10." So lautete die SMS meines Segelfreundes. Fakt war: Das Boot seines Freundes sollte von Royan bei La Rochelle nach Zumaya bei San Sebastian überführt. werden. Treffpunkt Freitagabend in Luxemburg.
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Es gibt mehr als genug Revier- und Hafenführer für Dänemark. Allerdings haben wir immer wieder festgestellt, dass unsere eigenen Eindrücke mit dem Geschriebenen nicht übereinstimmen. Sicherlich, es sind persönliche Eindrücke, nur haben wir im Gespräch mit Mitseglern dann festgestellt, dass sie sich auch manchmal über die Autoren der vielen Bücher wundern. Da werden Häfen als "Perle der Dänischen Südsee" gelobt, die in Wirklichkeit hässlich, überfüllt oder gegen Wind und Wetter ungeschützt sind.
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Der Tag, an dem ich aufgab, machte alles einfacher: Das Aufkreuzen fiel weg, die zu segelnden Schläge wurden kürzer - und ich lernte ein wunderbares Revier kennen, an dem ich beinahe vorbei gehastet wäre: Seeland, die größte dänische Insel im Osten der "Dänischen Südsee". Im Juni ist das Wetter zwar unbeständig, doch dafür entlohnten mich die hellen Nachthimmel Skandinaviens.
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Das Abschiedsessen am Vorabend war ausgefallen. Stattdessen: unser jährlicher Weinhöhepunkt - die große Bordeauxprobe bei Guy Robert! Entsprechend groggy ging es am Samstag zum Flughafen. Um 11:00 Uhr ging der Flieger nach Las Palmas, vorwiegend Senioren auf dem Weg ins Warme. Ich hatte anderes vor: im Kojencharter mit dem Katamaran über den Atlantik segeln.
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Wieder so ein Bilderbuchtag, strahlend blank geputzt, warm und sonnig bei höchst angenehmem, östlichem Wind, unser 28füssiger alter Laurin Koster marschiert glucksend und gutgelaunt mit Beatrix und mir gen Süden. Eben haben wir die Einfahrt zum nördlichen Fahrwasser nach Karlskrona bei Langören passiert, die Untiefentonne vor Ungskär unter begeisterndem Piepen des Garmins erreicht.
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Für über tausend Jahre das Ende der Welt: Puerto de la Estaca
Sind es nicht Januar und Februar, in denen Segler am meisten leiden? Im November konnte man endlich tun, wozu einem die abgelaufene Segelsaison keine Zeit ließ, im Dezember war man im Weihnachtsstress und ab März laufen bereits die Vorbereitungen auf die neue Saison. Aber im Januar und Februar, wenn der Frost am strengsten ist, liegt das Segeln so fern, dass es einem auf die Seele schlägt. Könnte man meinen...
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Wenn man von der schwedischen Ostküste in Richtung Deutschland segelt, hat man zwei Häfen voraus, die anzulaufen sich wirklich lohnt. Denn Christiansö und Rönne sind Dänemark pur. Die Erbseninseln und Bornholm verbinden skandinavische Insellandschaft aus Granitfelsen mit dänischer Gemütlichkeit und geschichtsträchtiger Atmosphäre.
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Kommt man nach knapp zwei Tagen und zwei Nächten auf dem Wasser endlich in einen Hafen, findet man ihn wohl fast immer schön. Aber Bläsinge an der Ostküste von Öland ist, das sei gesagt, wirklich traumhaft. Wir haben den kleinen Fischereihafen angelaufen, weil es von der offenen Ostsee aus im Umkreis von rund 50 Seemeilen der einzige ausreichend tiefe Hafen ist. Aber schon beim Einlaufen sehen wir, dass dies wahrlich kein "Fluchthafen" ist.
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