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Farr 40 Worlds: Rabenschwarzer Tag für deutsche Yachten

(17.04.2008) - "Meine Weltmeisterschaft ist nun vorbei", sagte der Mailänder Vincenzo Onorato noch am Vorabend der elften Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft kleinlaut. Und dann setzte der zweimalige Titelverteidiger mit der "Mascalzone Latino" am Mittwoch wieder an: Der italienische Eigner und Steuermann gewann in Miami/USA gleich den Auftakttag und führt das hochkarätige Feld der 33 Boote zwei Punkte vor seinem Landsmann Giovanni Maspero mit der "Joe Fly" an. Die drei deutschen Teilnehmer erwischten einen rabenschwarzen Tag. Wolfgang Stolz aus Frankfurt war mit der "Opus One" als 20. noch Bester. Hasso Plattner (Walldorf) wurde mit der "Morning Glory" nur 24., der Wolfgang Schäfer am Ruder seiner "Struntje light" gar nur 28.

Bei frischen, stark böigen Winden vor der Atlantikküste bei Miami Beach entwickelten sich vom ersten Startschuss an packende Manöver und Positionskämpfe. Dabei hinterließ die "Mascalzone Latino" nach ihren WM-Siegen 2006 und 2007 einmal mehr den besten Eindruck, obwohl das Team einen kurzfristigen Crewwechsel an entscheidender Position zu verkraften hatte. Für den britischen Taktiker Adrian Stead sprang der US-Amerikaner Morgan Larson ein, der sonst auf Hasso Plattners Maxiyacht "Morning Glory" segelt. Nach Platz drei und zwölf steuerte der Reeder Onorato unter der Regie von Larson zu einem Tagessieg und übernahm die Gesamtführung.

"Er fängt da wieder an, wo er voriges Jahr aufgehört hat", meinte der Präsident der internationalen Farr 40-Klasse, Jim Richardson, selbst schon zweimal Titelträger und zum Auftakt mit seiner "Barking Mad" Siebter. Doch der bescheidene Italiener stapelte tief: "Wir haben nur versucht, zu überleben und unser Bestes gegeben. Der Zwischenstand bedeutet noch gar nichts." Schließlich muss er am zweiten Tag einen erneuten Taktikerwechsel hinnehmen. Für Larson kommt mit John Kostecki (USA) jedoch ein weiterer Top-Mann an Bord.

Ex-Weltmeister und America's Cup-Verteidiger Ernesto Bertarelli (Schweiz) steuerte seine Farr 40 "Alinghi" mit einer AC-erfahrenen Mannschaft auf den fünften Gesamtplatz. "Wir sind damit ganz zufrieden, denn wir haben unser Startverhalten und die Tonnenmanöver zuletzt stark verbessert", meinte der Großsegeltrimmer Warwick Fleury. "Bei den starken Winddrehern und Böen ist es wirklich schwierig, immer vorne dabei zu sein."

Davon konnte auf der "Struntje light" zum Beginn der Rolex Farr 40-Weltmeisterschaft nicht die Rede sein. "Das war ein äußerst bescheidener Anfang", bilanziert Eigner Schäfer die Rennen. "Einmal hatten wir einen Frühstart, ein anderes Mal mussten wir einen doppelten Strafkringel (720-Grad-Drehung, d. Red.) drehen, und dann schossen wir auch zwischendurch nochmal in die Sonne." Mit den Einzelrängen 29, 20 und 13 war Plattners "Morning Glory"-Crew genauso wenig zufrieden, wir Wolfgang Stolz auf der "Opus One" (15, 16 und 21).

Zwischenstand nach drei Wettfahrten des ersten Tages:

1. Mascalzone Latino (Vincenzo Onorato/Italien) 16 Punkte
2. Joe Fly (Giovanni Maspero/Italien) 18
3. Groovederci 57 (Deneen Demourkas/USA) 22
4. Calvi Network/Carlo Alberini/Italien) 27
5. Alinghi (Ernesto Bertarelli/Schweiz) 28
6. Sled (Takashi Okura/Japan) 30
.
20. Opus One (Wolfgang Stolz/Frankfurt) 52
.
24. Morning Glory (Hasso Plattner/Walldorf) 62
.
28. Struntje light (Wolfgang Schäfer/Lüneburg) 78

Farr 40 Worlds:
http://www.farr40worlds.com

marinamap (E-Mail)
2008-04-17 10:33:53 UTC


 
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